Kultur- und Kreativwirtschaft in Hessen

Waggonhalle, Marburg

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Die Nutzung des Geländes durch die Bahn wurde in den 1980ern eingestellt. 1996 startete das Kulturzentrum Waggonhalle. Es entstand aus der Idee heraus, in Marburg ein neues Theater zu gründen. Nach langer Suche wurde die ehemalige Waggonhalle als geeigneter Ort gefunden. Durch die Spende einer Privatperson konnten die notwendigen Umbaumaßnahmen finanziert werden. Heute betreibt die Waggonhalle Verwaltungs GmbH neben dem Theater noch ein Café und ein Seminarhaus. Das Verhältnis zum Eigentümer hat sich mit den Jahren positiv entwickelt. Eine dauerhafte Nutzung des Gebäudes wird angestrebt.

In einem kleineren Seitengebäude befindet sich seit 15 Jahren eine Schreinerei. Auch der Schreiner hofft, dauerhaft in dem Gebäude bleiben zu können. Er hat einen unbefristeten Mietvertrag.

Eigentümer sind die Immobiliengesellschaften der Bahn. Diese können sich eine Entwicklung des Areals mit dem Erhalt einiger bestehender Nutzungen vorstellen.

Im Rahmen der tlw. unbefristeten Mietverträge wird eine marktübliche Miete gezahlt, die Kosten für notwendige Umbauten haben die Nutzer selbst übernommen. Der laufende Betrieb des Kulturzentrums wird durch die Stadt Marburg unterstützt.

Die Kommune möchte das Areal in dieser Art und Nutzungsmischung unter verbesserten Erschließungsbedingungen weiterentwickeln. Die jetzigen Nutzer hoffen in Zukunft neue Nutzungen in noch leer stehenden Gebäuden testen zu können.

Die Kommune versucht, in Abstimmung mit dem Eigentümer und unter Einbeziehung der Nutzer ein Entwicklungskonzept für das Areal um die Waggonhalle und weitere angrenzende Bahnareale zu entwickeln und umzusetzen.

(dieser Text ist ein Auszug aus: „Suboptimale Nutzungen lieben lernen", Beispiel Arreal Waggonhalle Marburg, Wiesbaden 2008 – die vollständige Studie finden Sie unter hier)

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