Kultur- und Kreativwirtschaft in Hessen

Projektbeispiele

Für den 3. Kulturwirtschaftsbericht des Landes Hessen „Kulturwirtschaft fördern – Stadt entwickeln“ wurden ab März 2007 bis Ende 2008 rund 120 kulturwirtschaftliche und kulturelle Projekte identifiziert, die in enger Wechselwirkung mit der Stadtentwicklung und dem Stadtumbau stehen. Sie sind als gesonderter Band „Kulturwirtschaft FÖRDERN - Stadt ENTWICKELN - Beschreibung der recherchierten Projektbeispiele" erschienen.

Im Folgenden werden ausgewählte Projektbeispiele aus Hessen erläutert.

Projektbeispiele

Entdecke Offenbach: Die neue Stadt

Planstation, Like Offenbach und OFlovesU

In Offenbach präsentiert sich unter dem Namen "Die neue Stadt" ein Paket von gleich drei kreativen Projekten, die sich an einer Schnittstelle zwischen Medien, Stadt und Gesellschaft befinden. Es handelt sich um Planstation, Like Offenbach und OFlovesU. Alle Projekte befassen sich mit dem Leben in der Stadt, mit Raum, Arbeit, Freizeit, Lifestyle und Gegenwart. Sie setzen an verschiedenen Stellen an, vernetzen, machen sichtbar und laden zur Teilnahme ein.

Das Projekt Planstation umfasst die Betreuung der Antragsteller des EFRE-Förderprogramms „Lokale Ökonomie“. Die Stadt Offenbach hat dieses Programm ausschließlich auf die Kultur- und Kreativwirtschaft ausgerichtet. Mittels Angeboten wie speziellen Vortrags- und Veranstaltungsreihen zu Themen, die (selbstständige) Kulturschaffende beschäftigen, soll auch eine allgemeine Anlaufstelle für diese Zielgruppe geboten werden.

Mehr über das Förderprogramm für Kultur- und Kreativschaffende in Offenbach finden Sie hier

Like Offenbach ist eine Kombination von Webplattform und Alltag. Das Projekt stellt sich über eine Facebook-Seite und einen Blog dar, die vom Alltag in der Stadt erzählen. Neben der Redaktion tragen auch die User selbst zu den Inhalten bei, indem sie Informationen zu Events, Lifestyle und Raum teilen.
Abgerundet wird das Angebot mit dem dritten Projekt: OFlovesU / Entdecke deine Stadt. Neu. Dabei handelt es sich um alternative Stadtführungen, in denen Offenbach unter verschiedenen Themen erkundet wird. Bei "Design from the backyard" z. B. geht es auf Entdeckertour in Hinterhof-Design-Büros, Galerien und Work- Spaces von denen es in Offenbach viel mehr gibt, als man erwarten würde.

Frankfurter Gründernacht

Am 7. Juni 2011 veranstalteten Andreas Bode vom Unternehmen Kreativwirtschaft, Heribert Borgmann von der Kooperative MikroFinanz und das Portal Für-Gründer.de die Frankfurter Gründernacht. Die Diskussion ausgewählter Gründerthemen und die Möglichkeit zum Informationsaustausch lockte viele Gründer, Selbstständige und am Gründungsprozess Beteiligte an. Vorträge zum Thema Gründungsfinanzierung behandelten beispielsweise Fragen zu Fördermitteln / Zuschüssen, Onlinekreditbörsen, Crowd-funding und Mikrofinanzierung.

Quelle und mehr Informationen, auch zu den einzelnen Vorträgen, finden Sie hier

Weitere, auch für die Kultur- und Kreativwirtschaft relevante Veranstaltungen sollen folgen. Ankündigungen dazu finden Sie sodann unter Aktuelles - Veranstaltungen.

Cluster der Kreativwirtschaft in Hessen (CLUK) e.V.

Im Juli 2011 gründete sich das Cluster der Kreativwirtschaft in Hessen (CLUK) e.V. Es wird von einer Reihe von Berufsverbänden aus verschiedenen Kreativbereichen gebildet und soll zukünftig in der heterogenen Kreativlandschaft Hessens als „Sprachrohr der Kreativen“ fungieren. Ziel ist es, Interessen zu bündeln, gemeinsame Projekte anzustoßen und den bereits bestehenden Organisationen und Verbänden in Hessen ein Dach zu geben. Seinen Sizt hat das CLUK in Frankfurt am Main, wo sich die Bedeutung und das Wachstumspotential der Kreativwirtschaft besonders deutlich zeigen.

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Wiesbadener Architektur Zentrum (WAZ)

Der gemeinnützige Verein „Wiesbadener Architektur Zentrum“ (WAZ) richtet sich an Architekten, Landschaftsarchitekten und Stadtplaner, aber auch an die baukulturell interessierte breite Öffentlichkeit. Er stellt aktuelle Positionen und Tendenzen in der Architektur mit Ausstellungen, Vorträgen, Konferenzen, Filmvorführungen und Exkursionen zur Diskussion, mit dem Ziel, Brücken zwischen der interessierten Öffentlichkeit, Politik, Auftraggebern, Verwaltung und Architekten zu bauen. Hierbei wird das Gesamterscheinungsbild von Stadt, Land und Gebäuden fokussiert.

Quelle und weitere Informationen hier

basis e.V. Frankfurt

Beispielhafte Kooperation von Kulturschaffenden, Hochschulen, Stadt, Land

Der gemeinnützige Verein basis e.V. ist im Jahr 2005 aus der Initiative raumpool Rhein-Main hervorgegangen. Diese wurde Ende 2001 als Kooperation mehrerer im Rhein-Main-Gebiet ansässiger
(Kultur-)Institutionen und Hochschulen gegründet.

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MAINRAUM - Gründerhaus Kreativwirtschaft

Das MAINRAUM - Gründerhaus Kreativwirtschaft in Frankfurt bietet optimale Arbeitsbedingungen für junge Unternehmen und Existenzgründer der Kreativwirtschaft. Seit Januar 2010 ermöglicht es durch die Unterstützung der Stadt Frankfurt mit einem geringen Mietpreis die Chance auf einen erfolgreichen Unternehmensstart.

Der Schwerpunkt liegt auf den folgenden drei Bereichen: Games, Digitale Welten (digitale und mobile Anwendungen, Film, Musik) sowie Produkt- und Kommunikationsdesign.

Die Wirtschaftsförderung Frankfurt GmbH betreibt diesen lebendigen Knotenpunkt und bietet neben günstigen Kleinstbüroflächen auch eine gemeinsam genutzte Infrastruktur sowie die Möglichkeit zum Austausch von Erfahrungen mit anderen Unternehmen.

Quelle und weitere Informationen hier

Kümmerei Gießen

Die Kümmerei in Gießen hat im Oktober 2008 ihre Arbeit aufgenommen und fungiert als Zwischennutzungsagentur, Netzwerk für Kreative und Schnittstelle zwischen Verwaltung und Kultur. Sie spürt Leerstände auf und gibt Impulse für die lokale Ökonomie. Die Standorte sollen zu kulturellen Veranstaltungsorten mit eigenständigem künstlerischen Profil werden. Das Projekt ist offen für alle Belange der Kulturwirtschaft und vereint in seinen Räumlichkeiten auch gleichzeitig Wohnzimmer, Büro, Laden, Café und Bühne.

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airbagcraftworks Groß-Umstadt

Ein Unternehmen der Kulturwirtschaft vereint Innovation und Tradition

www.airbagcraftworks.com

Das Label airbag steht, in Anspielung auf ein Sicherheitssystem in Personenwagen, für farbenfrohe, rechteckige oder quadratische Taschen in jeder Größe. Es sind alles Unikate und Kultstücke, die immer mit dem charakteristischen airbag-Logo und dem Autogurt versehen sind.

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TIGZ Technologie-, Innovations- und Gründerzentrum Ginsheim-Gustavsburg GmbH

Raum für neue Geschäftsideen und Starthilfe für Jungunternehmen

www.tigz.de

Rund 40 Unternehmen stellt die TIGZ GmbH Ginsheim-Gustavsburg regelmäßig ihre moderne Büroinfrastruktur bereit. Seit Anfang 2009 unterstützt das Zentrum auch die Kultur- und Kreativwirtschaft. Von der professionellen Existenzgründerberatung und Betreuung profitieren darüber hinaus weitere zahlreiche regionale Jungunternehmer. Durch die enge Begleitung werden Marktchancen und auch drohende Krisen frühzeitig erkannt, was die sehr hohe Überlebensrate der Unternehmen massiv fördert. Circa 250 Mitarbeiter tragen hier zum wirtschaftlichen Potential der Umgebung bei.

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Nachrichtenmeisterei Kassel

Am ehemaligen Hauptbahnhof Kassel wird unter dem Projektnamen „Nachrichtenmeisterei" auf über 4000 qm alter Baubestand von kreativ Tätigen genutzt. Im Jahr 2003 begann die Anmietung leerstehender Gebäude am Bahnhof Kassel, welche umgebaut und saniert wurden. Im Vordergrund stehen die Synergieeffekte, die entstehen, wenn kreative Köpfe zusammenarbeiten. Hierbei stehen ein gemeinsamer Veranstaltungsort sowie Technik- und Wissenspool zur Verfügung. Unterstützt wird dies durch das Projektmanagement und die Koordination der Nachrichtenmeisterei GbR. Professionelle Werkstätten, Ateliers, Ton-, Photo- und Multimediastudio und Proberäume werden von beispielsweise freischaffenden Künstlern, Photographen, Designern und Musikern genutzt.

Quelle und weitere Informationen hier

Waggonhalle, Marburg

www.waggonhalle.de

Die Nutzung des Geländes durch die Bahn wurde in den 1980ern eingestellt. 1996 startete das Kulturzentrum Waggonhalle. Es entstand aus der Idee heraus, in Marburg ein neues Theater zu gründen. Nach langer Suche wurde die ehemalige Waggonhalle als geeigneter Ort gefunden. Durch die Spende einer Privatperson konnten die notwendigen Umbaumaßnahmen finanziert werden. Heute betreibt die Waggonhalle Verwaltungs GmbH neben dem Theater noch ein Café und ein Seminarhaus. Das Verhältnis zum Eigentümer hat sich mit den Jahren positiv entwickelt. Eine dauerhafte Nutzung des Gebäudes wird angestrebt.

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Wacker Fabrik e.V. Mühltal

Von Privateigentümern initiierte Verknüpfung von Wohnen, Gewerbe, Kunst und Kultur

Die Wacker Fabrik bietet Platz zum Wohnen und Arbeiten und ist ein Ort für Kreativität, Kunst und Kultur in der Region. Die Mieter stammen überwiegend aus den Bereichen Werbung, Video, Fotografie, Fotoart, Design, Musikmarketing, Booking, Künstler- und Veranstaltungsmanagement, Schmuck und Malerei sowie Architektur und Planung, aber auch aus der IT-Branche.

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